recruitingfilme.de/redaktion | Sehr geehrter Ralf Biebeler, ein professionell produzierter Recruitingfilm bedeutet in erster Linie eine finanzielle Investition in ein Produkt, dessen Wirkung nicht zwangsläufig und unmittelbar messbar ist. Gibt es Ihrer Erfahrung nach dennoch handfeste Argumente, die eine Beauftragung der Pionierfilm GmbH rechtfertigen?

Ralf Biebeler von der Pionierfilm GmbHRalf Biebeler | Wir könnten mit all den Argumenten kommen, die ohnehin auch von Wettbewerbern genutzt werden: Langjährige Erfahrung, professionelle Technik, kreative Ideen, Transport von Emotionen, etc.

Wir kommen aber von einer anderen Seite. Wir produzieren nicht nur Recruitingfilme, sondern sind oft für Unternehmen auf internen Präsentationen tätig. Präsentationen über Unternehmensstrategien und -entwicklung. Eine sehr große Rolle spielt in jedem Unternehmen die Personalentwicklung, und somit das Thema Recruiting. Jedes Unternehmen hat aber mit anderen Problemen zu kämpfen:

  • Der Standort ist unattraktiv.
  • Die Aufgabenstellungen unterscheiden sich kaum von anderen Unternehmen.
  • Mitarbeiter agieren heutzutage anders als noch vor 10 Jahren.
  • Jugendliche werden völlig aus dem Fokus genommen.

Wir verarbeiten diese Informationen. Wir schauen uns nicht nur den Arbeitsplatz an sich an, sondern mit welchen Problemstellungen künftiges Personal konfrontiert sein kann. Und wir nennen diese Probleme beim Namen und wir bieten in unseren Recruitingfilmen Lösungen an. Nur so kommt am Ende ein Recruitingfilm heraus, der nicht geschönt ist, sondern neben Emotionen auch Fakten transportiert – zum Teil auch die unangenehme Wahrheit. Nur so kann sich ein Unternehmen ernsthaft selbst darstellen und neues Personal gewinnen.

recruitingfilme.de/redaktion | Im Internet gibt es viele erfolgreiche Formate zur Unternehmensvisualisierung. Welche eindeutigen Unterschiede sehen Sie beim Recruitingfilm im Vergleich zum klassischen Imagefilm?

Ralf Biebeler | Wann haben Sie zuletzt einen „klassischen“ Imagefilm gesehen? Laufzeit: 7 Minuten. Solche Filme gibt es heutzutage immer weniger. Heute muss alles auf Facebook geteilt werden. Heute muss man einen Film mal schnell auf dem Smartphone in der Bahn gucken können. Filme werden immer kürzer und schneller. Sie spezialisieren sich auf ein konkretes Thema. Genau da muss der Recruitingfilm hinein passen. Kurz, knackig, spezifisch. Menschen müssen Lust haben ihn zu teilen. Er darf nicht lang sein. Er muss sich „leicht“ und schnell anschauen lassen. Ein „klassischer“ Imagefilm, also die komplette Vorstellung eines Unternehmens, muss das nicht. Darum gibt es ihn auch immer weniger und weniger.

recruitingfilme.de/redaktion | Das Thema Employer Branding ist riesig und es gibt viele nützliche Tools für die anspruchsvolle HR-Arbeit. Welchen Stellenwert wird aus Ihrer Sicht der Recruitingfilm bei der Personalgewinnung 2015 haben?

Ralf Biebeler | Der Stellenwert wird 2015 noch keine große Rolle spielen. Leider. Das Thema Fachkräftemangel ist uralt. Der sinnvolle Umgang damit kommt erst jetzt in den Köpfen der Personaler an. Wer also heutzutage schon mit dem Medium Film arbeitet, um Personal zu gewinnen, kann sich noch als innovativ bezeichnen. Das potenzielle zukünftige Personal ist schon lange innovativ. Jeder hat ein Smartphone. Jeder hat ein Tablet. Alle sind mobil und extrem gut vernetzt. Recruitingfilme ließen sich hervorragend und problemlos von Person A zu Person B schicken und teilen. Das Potenzial dahinter ist groß. Bei den Unternehmen kommt dieser Fakt aber erst sehr langsam an.

Prinzipiell würde das Thema Recruitingfilm einen immensen Stellenwert haben. Doch Unternehmen müssen sich erst einmal trauen und experimentieren. Bis der Recruitingfilm zur Personalanwerbung gehört, wie die Butter auf das tägliche Brot, wird es noch ein paar Jahre dauern. Aber die Weichen sind gestellt. Und die Pioniere sorgen dafür, dass jeder Zug dort ankommt, wo er hingehört.